[MSN] Disgusting story about Stephane Breitwieser (responsible for millions of Euros damage to museum objects) offering his service to improve museum security (German language report)
Museum Security Network Mailing list
msn-list at te.verweg.com
Tue Oct 2 08:14:27 CEST 2007
Kunstdieb will Sicherheit von Museen verbessern
Der Elsässer Stéphane Breitwieser, der jahrelang Kunstwerke aus Leidenschaft
gestohlen hatte, würde heute gerne sein dabei erarbeitetes Wissen zur Abwehr
von Diebstählen anwenden.
Stephane Breitwieser. (Bild: Keystone):
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/19644739
Stéphane Breitwieser wurde vor zwei Jahren aus der Haft entlassen und ist
seither arbeitslos, wie er in einem Interview der «SonntagsZeitung» sagte.
Er habe vor einem halben Jahr mit seiner neuen Freundin das Museum in
Strassburg besucht, um ihr zu zeigen, was er einmal besessen habe, sagte
Breitwieser. Die Sicherheitsvorkehrungen seien dort inzwischen noch
schlechter geworden. Die Reflexe seien noch da, doch habe er natürlich
nichts gestohlen. Er habe der Stadt aber einen Brief geschrieben. Die habe
nur geantwortet, er sei eine unerwünschte Person.
An der Wand bei ihm zuhause gebe es nur ein Foto von seiner Freundin und von
ihm. Alles tue noch ziemlich weh, deshalb halte er weder Kunstbücher noch
Reproduktionen aus. «Ich habe mal das kleine Cranach-Porträt fotografiert
und aufgehängt. Es ging nicht», sagte Breitwieser.
Der Elsässer war im November 2001 im Park des Richard-Wagner-Museums in
Luzern festgenommen worden, nachdem er zuvor jahrelang aus Leidenschaft für
Kunstwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert Objekte von unschätzbarem Wert
gestohlen hatte. Seine Beutezüge hatten ihn durch 16 Kantone und sechs
Länder geführt. Ein grosser Teil der Kunstschätze wurde von seiner Mutter
zerstört. Sie hatte vor der Hausdurchsuchung durch die französischen
Behörden einen Teil der Beute im Rhein-Rhone-Kanal bei Gerstheim im Elsass
versenkt. Gemälde hatte sie offenbar zerschnitten und in den Müll geworfen.
Breitwieser hat inzwischen eine Autobiografie geschrieben mit dem Titel
«Bekenntnisse eines Kunstdiebs». Er beschreibt unter anderem, wie schlecht
öffentliche Museen zum Teil gesichert sind. Sehr einfach sei auch der
Diebstahl eines Cranach-Porträts der Prinzessin Sybille von Cleve gewesen.
Es sei bei einer Auktions-Vorbesichtigung in einer Vitrine neben dem Bildnis
ihres Mannes gestanden und er habe es einfach so herausnehmen können. Danach
habe ihn beschäftigt, dass er Sybille von Cleve von ihrem Mann getrennt
habe. «Ich versuchte nach der Auktion herauszufinden, wer das andere Bild
gekauft hat. Ich wollte ihn auch noch holen», so Breitwieser.
Quelle: AP
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/19644739
More information about the MSN-list
mailing list