[MSN] Germany. 600 Euro Geldstrafe nach Millionen-Kunstraub (600 euro fine after theft worth millions)
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Thu Jul 26 08:11:59 CEST 2007
600 Euro Geldstrafe nach Millionen-Kunstraub
Hannover (dpa) Nach einem Millionen-Kunstraub aus dem hannoverschen
Kestner-Museum ist ein 27-Jähriger am Mittwoch zu einer Geldstrafe von 600
Euro verurteilt worden.
Das Amtsgericht Hannover sprach den Arbeitslosen wegen Unterschlagung einer
Bernstein-Madonna im Wert von einer Million Euro und drei weiterer Exponate
schuldig. Die Polizei hatte den Mann auch des Diebstahls verdächtigt, konnte
ihm dies aber nicht nachweisen. Der Angeklagte beteuerte vor Gericht, er
habe die Kunstgegenstände im Februar in einer Plastiktüte vor seinem Auto
gefunden und nicht geahnt, dass sie gestohlen sein könnten.
In der Tüte befanden sich neben der Madonna aus der Welfen- Sammlung noch
ein mittelalterlicher Holzschrein und ein Reliquienfläschchen im Wert von
jeweils 5000 Euro sowie eine Vase im Wert von 10 000 Euro. Die Vase sei in
der Tüte sofort zerbrochen, sagte der Angeklagte. Die anderen Objekte bot er
einem Kunsthändler in Hameln und einer Internetverkaufsagentur in Hannover
an. Der Händler täuschte Interesse an einem Kauf vor, nahm die Madonna an
sich und informierte die Polizei. Erst durch die Nachforschungen des
Händlers fiel dem Kestner-Museum der Verlust auf.
Wegen Bauarbeiten waren die Objekte Anfang des Jahres vorübergehend im
Magazin gelagert. Der Dieb musste deshalb nur durch eine unverschlossene Tür
gehen und sie aus einer Vitrine nehmen.
600 Euro Geldstrafe nach Millionen-KunstraubHannover (dpa) Nach einem
Millionen-Kunstraub aus dem hannoverschen Kestner-Museum ist ein 27-Jähriger
am Mittwoch zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden.
Das Amtsgericht Hannover sprach den Arbeitslosen wegen Unterschlagung einer
Bernstein-Madonna im Wert von einer Million Euro und drei weiterer Exponate
schuldig. Die Polizei hatte den Mann auch des Diebstahls verdächtigt, konnte
ihm dies aber nicht nachweisen. Der Angeklagte beteuerte vor Gericht, er
habe die Kunstgegenstände im Februar in einer Plastiktüte vor seinem Auto
gefunden und nicht geahnt, dass sie gestohlen sein könnten.
In der Tüte befanden sich neben der Madonna aus der Welfen- Sammlung noch
ein mittelalterlicher Holzschrein und ein Reliquienfläschchen im Wert von
jeweils 5000 Euro sowie eine Vase im Wert von 10 000 Euro. Die Vase sei in
der Tüte sofort zerbrochen, sagte der Angeklagte. Die anderen Objekte bot er
einem Kunsthändler in Hameln und einer Internetverkaufsagentur in Hannover
an. Der Händler täuschte Interesse an einem Kauf vor, nahm die Madonna an
sich und informierte die Polizei. Erst durch die Nachforschungen des
Händlers fiel dem Kestner-Museum der Verlust auf.
Wegen Bauarbeiten waren die Objekte Anfang des Jahres vorübergehend im
Magazin gelagert. Der Dieb musste deshalb nur durch eine unverschlossene Tür
gehen und sie aus einer Vitrine nehmen.
Nach Überzeugung des Richters hatte der Angeklagte das «Geschäft unbedingt
durchziehen wollen». Er habe nicht etwa die Polizei informiert, sondern mit
großem Aufwand versucht, die Gegenstände zu verkaufen. «Das ist die denkbar
mildeste Form eines Urteils», sagte der Richter. Er folgte mit dem Urteil
dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine Einstellung
des Verfahrens gefordert.
Nach dem Kunstraub seien die Sicherheitsvorkehrungen im Kestner- Museum
verschärft worden, sagte Museumsdirektor Wolfgang Schepers, der als Zeuge
geladen war. Das Museum verfügt über 100 000 Kunstschätze des Alten
Ägyptens, der Antike und des Mittelalters, von denen 3000 ausgestellt sind.
Nach Überzeugung des Richters hatte der Angeklagte das «Geschäft unbedingt
durchziehen wollen». Er habe nicht etwa die Polizei informiert, sondern mit
großem Aufwand versucht, die Gegenstände zu verkaufen. «Das ist die denkbar
mildeste Form eines Urteils», sagte der Richter. Er folgte mit dem Urteil
dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine Einstellung
des Verfahrens gefordert.
Nach dem Kunstraub seien die Sicherheitsvorkehrungen im Kestner- Museum
verschärft worden, sagte Museumsdirektor Wolfgang Schepers, der als Zeuge
geladen war. Das Museum verfügt über 100 000 Kunstschätze des Alten
Ägyptens, der Antike und des Mittelalters, von denen 3000 ausgestellt sind.
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