[MSN] Germany. Kupferdiebe im Museum zerstören "historisch einmalige Sender"

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Tue Jul 3 22:51:28 CEST 2007


Kupferdiebe im Museum zerstören "historisch einmalige Sender"


    Das Herzstück ist weg

03.07.2007



KÖNIGS WUSTERHAUSEN Die Kupferdiebe im Sendermuseum auf dem Funkerberg 
haben einen größeren Schaden angerichtet als bisher bekannt war. Der 
Vorsitzende des Fördervereins, Rainer Suckow, unterrichtete den 
Funkerberg-Ausschusses des Stadtrates ausführlich über den Fall. Laut 
Suckow sind "historisch einmalige Sender" zerstört worden.

Die Diebe hatten mehrere Zentner Kupferspulen gestohlen (MAZ 
berichtete). Das waren "die Herzstücke" der Sender, wie Suckow betonte. 
"Vor allem der ideelle Schaden ist immens", sagte er gestern der MAZ. 
Die beiden Sender befanden sich in einem Museumsdepot im Haus II, das 
öffentlich nicht zugänglich ist. Sie sollten später einmal in der neuen 
Ausstellung gezeigt werden. Um den Telefunken-Langwellensender aus den 
1950er Jahren hatte sich der Förderverein fast zwei Jahre bemüht, er war 
im vorigen Jahr in einer aufwändigen Aktion von der Nordsee nach Königs 
Wusterhausen gebracht worden. Der Sender 21 war laut Suckow eine 
besondere Kostbarkeit des Museums, er kam 1948 aus Berlin-Tegel auf den 
Funkerberg und war noch bis 1992 in Betrieb. Er steht unter Denkmalschutz.

Wie die Eindringlinge unbehelligt die Sender "ausschlachten" konnten, 
ist noch unklar. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zu anderen 
Metall-Diebstählen in der Region, deren Zahl sprunghaft gestiegen ist. 
Inzwischen ermittelt sogar eine Sonderkommission Berlin-Brandenburg.

Nach dem Diebstahl auf dem Funkerberg wurden sofort "erste 
Sicherungsmaßnahmen ergriffen", wie Stadtsprecher Sven Kollmorgen sagte. 
Es werden unter anderem tägliche Kontrollgänge durchgeführt. Laut 
Polizeisprecher Lothar Walter werden weitere Maßnahmen mit der 
Stadtverwaltung besprochen.

Das Sendermuseum ist seit zwei Jahren geschlossen, Besucher können sich 
inzwischen aber wieder für Führungen anmelden. Die Stadt hatte den 
Funkerberg von der Telekom übernommen und will das Museum bald wieder 
regelmäßig öffnen. Mit dem Förderverein und dem Landesmuseumsverband 
wird außerdem gerade ein neues Ausstellungskonzept erarbeitet, das 
möglicherweise zum Brandenburg-Tag im nächsten Jahr erstmals präsentiert 
werden kann, wie Bürgermeister Stefan Ludwig kürzlich sagte. paw

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