[CPProt.net] Kunstdiebe lieben Frankreichs Kirchen / art thieves love French churches
MusSecNetworkCulPropProtNet
museum-security at museum-security.org
Fri Jan 14 23:57:04 CET 2005
Wenigstens die Schwarze Madonna kehrt nach Jahrzehnten zurück - Geraubte
Gegenstände landen oft bei Sammlern im Ausland
Kunstdiebe lieben Frankreichs Kirchen
Von Jutta Hartlieb
Jan 14, 2005
Manchmal gibt es wenigstens ein HappyEnd - so wie in Saint-Gervazy in der
zentralfranzösischen Auvergne. Die 300 Einwohner des malerischen Dorfes
sollen im Frühjahr das Glanzstück ihrer kleinen Kirche zurück bekommen. Es
handelt sich um eine wertvolle Madonnenstatue aus dem 12. Jahrhundert, die
am 18. Juni 1983 gestohlen worden war.
Doch es ist nur eine glücklich verlaufene Episode aus der langen Reihe von
Kirchendiebstählen in Frankreich.
Nach einer Reise durch halb Europa landete die Schwarze Madonna im Mai 2000
in einem Auktionshaus in Madrid, wo die Behörden gerade noch einen Verkauf
verhindern und das Kunstwerk zurückholen konnten. Bald soll die Statue ihren
alten Platz in der Dorfkirche wiederfinden; erst einmal wird eine
Alarmanlage eingebaut.
Die Geschichte der Schwarzen Madonna wirft ein Schlaglicht auf ein Phänomen,
das Kunstexperten und Gläubigen gleichermaßen Sorge bereitet: Frankreichs
Kirchen sind ein Tummelplatz für Kunstdiebe, wie erst dieser Tage der
Prozess gegen die Raubzüge des elsässischen Kunst-Kleptomanen Stéphane
Breitwieser deutlich machte.
Er klaute aus Kirchen und Kapellen Statuen, alte Opferbecken oder Messgefäße
und nutzte dabei dreist die zumeist schlechten Sicherheitsvorkehrungen aus.
Breitwieser sei zwar insofern ein Sonderfall, als er die gestohlenen Objekte
gesammelt und nicht verhökert habe, erläutert Bernard Darties von der
Zentralstelle zur Bekämpfung des illegalen Kunsthandels im Pariser
Innenministerium.
Diebstähle aus Gotteshäusern seien in Frankreich aber alles andere als eine
Seltenheit.
Rund 1500 Kunstwerke, Statuen, Gemälde, aber auch sakrale Gegenstände wie
Tabernakel und Messgefäße verschwinden demnach jährlich aus den etwa 45000
französischen Kirchen - die damit die meistgeplünderten Gotteshäuser der
Welt sind.
Und die Tendenz ist steigend. Dank wachsender Nachfrage von reichen Sammlern
im Ausland ist Kunstraub fast so lukrativ wie Drogenhandel. Zudem sind in
Frankreich, wo es keine Kirchensteuer gibt und die Kirchen vergleichsweise
arm sind, viele Gotteshäuser schlecht oder gar nicht gegen Diebstahl
gesichert.
Zahlreiche Kunstwerke sind nicht ordentlich registriert, oft gibt es nicht
mal Fotos. Die Diebe handeln meist im Auftrag ausländischer Trödler oder
Antiquitätenhändler, was die Fahndung erschwert.
Ein Grund dafür ist die uneinheitliche Gesetzgebung. Im Gegensatz etwa zu
Frankreich verpflichten andere Länder Antiquitätenhändler nicht, ein
Register für die Polizei zu führen.
Besonders beliebte Drehscheiben für Raubkunst sind Belgien, die Niederlande
und Großbritannien. Von dort würden die gestohlenen Gegenstände nicht selten
nach Übersee verkauft, vor allem nach Japan und in die USA, erläutert
Darties.
Auch die Spur der Schwarzen Madonna von Saint-Gervazy führte zeitweise in
die USA. Ein eigens nach New York entsandter Fahnder kehrte jedoch
unverrichteter Dinge zurück.
Nur einem Zufall ist es zu verdanken, wenn die Statue schließlich
aufgestöbert wurde. Ein aus der Auvergne stammender Kunststudent erkannte
sie im Katalog des Auktionshauses und alarmierte die Behörden.
In der Normandie führte 2001 ein ähnlicher Glücksfall zur Sprengung einer
niederländischen Bande. Einem Besucher der Antiquitätenmesse von Paris fiel
ein gerahmter Spiegel auf, der für rund 45000 Euro angeboten wurde. Der
Rahmen gehörte zu einem Gemälde, das aus einer Kirche in Daubeuf-Seville
verschwunden war.
Die Diebe hatten im Auftrag eines Maastrichter Händlers zugelangt.
Bei Hausdurchsuchungen wurden gut 60 gestohlene Kunstgegenstände
beschlagnahmt, die meisten stammten aus französischen Kirchen.
Ein ähnlicher Schlag gelang im April 2003 im südfranzösischen Département
Aveyron. Dort wurde eine Gruppe von Franzosen dingfest gemacht, die in zwei
Jahren mehr als 800 Objekte entwendet hatten. 78 Objekte wurden
sichergestellt, die übrigen waren längst an Trödler und Antiquitätenhändler
verscherbelt.
Die Chancen, sie eines Tages wiederzufinden, sind nicht allzu groß. Experten
zufolge erhalten die geplünderten Kirchen nur etwa ein Zehntel der
Kunstgegenstände irgendwann zurück.(afp)
http://www.netecho.info/
Google translation:
At least the black Madonna returns after decades - robbed articles often
land with collecting tanks abroad
Art thieves love of France churches
Of Jutta harddear
Sometimes it gives at least a HappyEnd - as in Saint Gervazy in the
centralFrench Auvergne. The 300 inhabitants of the pictorial village are to
get the piece of gloss of their small church in the spring back. It concerns
a valuable madonnenstatue out of that 12. Century, which had been stolen on
18 June 1983.
But it is only an episode from the long series of church thefts, run lucky,
in France.
After a journey through half Europe landed the black Madonna in May 2000 in
an auction house in Madrid, where the authorities straight could prevent
still another sales and fetch the work of art back. Soon the statue is to
regain their old place in the village church; only once an alarm
installation is inserted.
The history of the black Madonna throws an impact light on a phenomenon,
which prepares art experts and Glaeubigen equally concern: Of France
churches are a Tummelplatz for art thieves, as only these days the process
made clear against the raids of the elsaessischen art Kleptomanen Stéphane
Breitwieser.
He klaute mostly bad safety precautions from churches and chapels statues,
old victim basins or measuring cups and used thereby dreist out.
Breitwieser is to that extent a special case, when he collected and did not
verhoekert the stolen objects, describes Berne pool of broadcasting
corporations Darties from the central office to the fight of the illegal art
trade in Paris ministries of the Interior.
Thefts from places of worship are in France however everything else as a
rarity.
Approximately 1500 works of art, statues, paintings, in addition, sakrale
articles such as tabernakel and measuring cups disappear therefore annually
from that about 45000 French churches - which are thereby the
meistgepluenderten places of worship of the world.
And the tendency is rising. Owing to increasing demand of rich collecting
tanks abroad art robbery is nearly as lucrative as drug trade. Besides many
places of worship are bad or not at all against theft secured in France,
where there is no church tax and the churches is comparatively poor.
Numerous works of art are not properly registered, often give it not times
to photos. The thieves act usually on behalf of foreign troedler or antique
dealers, which makes the search more difficult.
A reason for it is the non-uniform legislation. In contrast for instance to
France other countries antique dealers do not obligate to lead a register
for the police.
Particularly popular turntables for robbery art are Belgium, the Netherlands
and Great Britain. The stolen articles were sold from there not rarely to
overseas, particularly to Japan and into the USA, describe Darties.
Also the trace of the black Madonna of Saint Gervazy led occasionally into
the USA. Particularly to New York sent investigators returned however
unfinished things.
Only it is to be owed to a coincidence, if the statue were finally
aufgestoebert. From the Auvergne coming art student recognized it in the
catalog of the auction house and alarmed the authorities.
In normandy 2001 a similar stroke of luck led to the breakup of a
Netherlands gang. A framed mirror was noticeable to a visitor of the antique
fair of Paris, for approximately 45000 euro one offered. The framework
belonged to a painting, which had disappeared from a church in Daubeuf
Seville.
The thieves had course-been enough on behalf of a Maastrichter of dealer.
With house searches well 60 stolen art articles were seized, most originated
from French churches.
A similar impact succeeded in April 2003 in the Southern French Département
Aveyron. There a group was made secured by Frenchmen, who had stolen than
800 objects in two years more. 78 objects were guaranteed, the remaining
were long verscherbelt at troedler and antique dealers.
The chances to regain it a daily are not large too. According to experts the
gepluenderten churches receive only about a tenth of the art articles
sometime back.(afp)
http://translate.google.com/translate?u=http%3A%2F%2Fwww.netecho.info%2Fschl
agzeilen%2Frubrik.asp%3Fa%3D%257B6E41D2E1-8922-4B66-8E1B-B600DF06F327%257D&l
angpair=de%7Cen&hl=en&ie=ISO-8859-1&prev=%2Flanguage_tools
More information about the CPProt
mailing list